deutscher Historiker; Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) 1996-2000; Prof. an der Universität Frankfurt am Main 1983-2009; Forschungsschwerpunkte: Früh- und Hochmittelalter sowie Theorie der Geschichtswissenschaft; zahlr. Veröffentl. u. a.: "Der Weg in die Geschichte", "Der Schleier der Erinnerung", "Das Mittelalter. Geschichte und Kultur", "Die Welt des Mittelalters", "Canossa. Entlarvung einer Legende", "Karl der Große", "Dies Irae"
* 23. Mai 1942 Hamburg
† 17. Januar 2026 Heidelberg
Herkunft
Johannes Fried wurde am 23. Mai 1942 in Hamburg geboren. Im Studium entwickelte sich der Sohn eines Pfarrers zum Atheisten (so in FAS, 4.4.2021).
Ausbildung
Zur Schule ging F. in Heidelberg, wo er 1962 das Abitur ablegte. Früh von vergangenen Epochen fasziniert, stellte er als Schüler selbst entdeckte Fundstücke in seinem Zimmer aus. Nach dem Wehrdienst studierte er ab 1964 in Heidelberg Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft, zeitweise als Stipendiat. 1968 legte er das Erste Staatsexamen ab und wurde 1970 zum Dr. phil. promoviert. Basis war die bei Peter Classen erarbeitete Dissertation "Die Entstehung des Juristenstandes im 12. Jahrhundert. Zur sozialen und politischen Bedeutung gelehrter Juristen in Bologna und Modena". 1977 folgte ebenfalls in ...